Neues vom Deutscher Diabetiker Bund BW

Aktuelles politisch + medizinisch

Wir freuen uns über Informationen der Mitglieder für die Mitglieder.
Bitte senden Sie uns die Infos zu.

DIAschulisch im Diabetes-Eltern-Journal

 

zum Kurzinterview

Die Langversion finden Sie hier

 Quelle: Diabetes-Eltern-Journal/Kirchheim-Verlag

 

Riesenandrang beim Screening der Bauchschlagader in den Alb-Fils-Klinken in Göppingen

zum  Bericht der NWZ

 

Workshop in KiTA "Le petit prince"

Am 26.04. hat Frau Elke Brückel elf Erzieherinnen des bilingualen Kindergartens "Le petit prince" in Baden-Baden geschult.

Vortrag SHG Göppingen in der NWZ

zum  Bericht der NWZ

TK plant FGM-Kosten zu übernehmen

„Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“

Neues von der Aufklärungsinitiative

Berlin, 4. Mai 2016. Die neuesten Daten der PROTECT-Studie wurden im Rahmen der Pressekonferenz der Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die alarmierenden Ergebnisse der Studie zeigen: Viele Menschen mit Diabetes sind von einer Neuropathie betroffen – häufig ohne es zu wissen. Warnsignale wie Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen an den Füßen sind sehr ernst zu nehmen. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend, um der Nervenschädigung entgegenzuwirken sowie schwerwiegende Komplikationen und Fußamputationen vermeiden zu können.

zum Bericht

Spende für Insulin zum Leben

2.000 Euro erhielt Heidi Schmidt-Schmiedebach von der Firma Wörwag

18. Diabetikertag in Bruchsal


Der 18. Diabetikertag in Bruchsal wurde am Samstag, den 13. Februar 2016 um 9:00 Uhr mit der Industrieausstellung eröffnet. Der diesjährige Diabetikertag stand unter dem Motto: „Mit Diabetes älter werden”.

►  zum Video über den Diabetikertag

Neuer Name ab 1.1.2016

Neues Logo 2015

Ab 1.1.2016 haben wir auf Beschluss der Landesversammlung vom 17. Oktober 2015 einen neuen Namen - DBW-Diabetiker Baden-Württemberg e.V. - und ein neues Logo. Sonst hat sich nichts geändert. Wir sind weiterhin in bewährter Weise für unsere fast 5.500 Mitglieder engagiert.

2015

„Es gibt keinen Urlaub vom Diabetes"

Elke Brückel

Elke Brückel fordert mehr Aufklärungsarbeit

Seit Oktober 2015 ist Elke Brückel stellvertretende Vorsitzende des DBW-Diabetiker Baden-Württem-
berg e.V., der größten Interessenvertretung für Menschen mit Diabetes in Baden-Württemberg. 

Nun ist Elke Brückel ins zweite Glied gerückt. Im Gespräch mit BT-Redaktions-
mitglied Heike Vetter erzählt die Gaggenauerin von ihrem Leben als Diabetikerin: "Typ-2-Diabetes muss von Anfang an ernst genommen werden." Die Betroffenen individuell zu schulen sei dabei das A und O. Elke Brückel hat vor 30 Jahren in Baden-Baden den Startschuss für die Diabetiker-Selbsthilfegruppen in der Region gegeben.

BT: Frau Brückel, Sie bereiten gerade Ihr Mittagessen vor. Achten Sie dabei streng auf die Zubereitung und die Lebensmittel?

Elke Brückel: Irgendwie schon. Aber im Prinzip ist es ganz wichtig, dass frisch gekocht wird und keine Fertigprodukte verwendet werden. Wenn man sich die Inhaltsstoffe mal anschaut, ist das sicherlich nicht gesundheitsförderlich. Im Grunde darf man als Diabetiker alles essen. Aber, es ist wie bei allem: Die Menge macht´s. Wenn man nicht auch mal etwas genießt, wird man selber ungenießbar.

BT: Das heißt, Sie nutzen nicht ständig die Waage und rechnen Broteinheiten aus?

Elke Brückel: Nein, also wenn man wie ich seit 53 Jahren Diabetes hat, dann hat man ein Gefühl dafür. Gerade bei den Typ-2-Diabetikern ist es wichtig, dass Kohlenhydrat-Fett- und Eiweißmenge in einem ausgewogenen Verhältnis steht und die Kalorien beachtet werden. Das die Portionen so eingeteilt werden, dass Gemüse und Balaststoffe überwiegen. Einfach so, wie jeder Mensch, der auf seine Gesundheit achtet. Ein Diabetiker wird da nicht ausgenommen. Aber den Diabetes hat man 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr, es gibt keinen Urlaub. Das muss ich im Fokus haben.

BT: Ist der Diabetes lebenseinschränkend für Sie?

Elke Brückel: Gerade wenn ich an meine Kindheit denke, war das nicht immer lustig. Anfang der 60er Jahre hatten wir die ganzen technischen Errungenschaften noch nicht. Wir haben mit Glasspritzen gespritzt, die ausgekocht und die Nadeln immer wieder verwendet. Im Gegensatz dazu ist das, was wir heute haben, Luxus. Es gibt immer mehr technische Hilfsmittel, die das Leben mit Diabetes erleichtern. Übel ist, gerade für junge Menschen, wenn ihnen sinnvolle technische Hilfsmittel teilweise von den Krankenkassen nicht zur Verfügung gestellt werden, weil die Kosten zu hoch oder Zusatznutzen zu gering eingeschätzt werden. Dabei müsste man gerade bei Kindern alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit sie so normal wie möglich aufwachsen.

BT: Heutzutage erkranken auch immer mehr Kinder an Diabetes Typ 2. Worin sehen Sie die Ursache?

Elke Brückel: In mangelnder Bewegung, der Ernährung und in der Erbanlage. Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung müssen im Elternhaus begonnen, in den Kitas und in der Schule forgesetzt werden.

BT: Macht sich diese Entwicklung auch bei Ihrer Arbeit im Verband bemerkbar?

Elke Brückel: Nein, nicht bei den Kindern, die an Diabetes 2 erkrankt sind. Wir bekommen aber ganz viele Anrufe von Eltern mit Kindern, die Typ-1-Diabetiker sind und aufgrund ihrer Erkrankung in Kitas nicht angenommen werden. Oder die Mutter muss x-mal am Tag hingehen, um das Insulin zu spritzen, weil die Erzieherin nicht die Verantwortung übernehmen will und Angst hat, etwas falsch zu machen. Hier müsste es eine klarere Regelung von offizieller Seite geben. Ich begrüße die Inklusion behinderter Menschen sehr, aber gerade Kinder mit Diabetes werden da häufig außen vor gelassen. Das sollte nicht sein, wenn man von Inklusion spricht.

BT: Sozialministerin Katrin Altpeter hat ein neues Programm zur Diabetes-Prävention vorgestellt. Ist es nicht schwierig, Menschen anzusprechen, die noch nicht erkrankt sind?

Elke Brückel: Das stimmt. Wenn ich aber weiß, dass Eltern oder Großeltern Zucker haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst gefährdet sein könnte. Ich höre oft: "Meine Oma hat das auch gehabt, aber das ist Alterszucker." Den Begriff Alterszucker gibt es nicht. Es handelt sich um Typ-2-Diabetes und der muss von Anfang an ernst genommen werden. Leider wird die Erkrankung häufig auf die leichte Schulter genommen.

BT: Das heißt, die Gentechnik ist für den Ausbruch des Diabetes Typ 2 ausschlaggebend, nicht schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung?

Elke Brückel: Die genetische Vorbelastung ist vorhanden, aber man kann die Diabetiker nicht ganz von ihrer Verantwortung freisprechen. Wenn ich in der Familie sehe, das Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes vorhanden sind, dann muss ich mir doch von vornherein sagen: Das möchte ich mal nicht. Ich habe es in der Hand. Dann wäre es gut, sich direkt zu testen und beraten zu lassen. Aber generell: Bewegung ist eine der wichtigsten Säulen der Therapie. Ohne Bewegung geht eigentlich nichts.

BT: Was sind Ihre Wünsche an das Gesundheitssystem, an die Politik, was verändert werden müsste, um der steigenden Anzahlt der an Diabetes Erkrankten entgegenzuwicken?

Elke Brückel: Es müsste mehr Aufklärungskampagien in den Medien geben und Lebensmittel besser gekennzeichnet werden. Prävention ist das A und O. Den Diabetes selbst behandeln, ist nur ein kleiner Teil. Die Folgeerkrankungen, die dazu kommen können, zu behandeln, ist eine viel größere Herausforderung. An dieser Stelle Prävention zu betreiben ist wichtig. Dazu gehören individuelle Schulungen. Diabetes zu haben und nicht geschult zu sein, ist wie Auto fahren ohne Führerschein - eine Art Blindflug.

 

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Rainer Obenauer im Interview mit Elke Brückel

Protestaktion für "Tresiba"

Langwirksames Insulin Tresiba® wird in Deutschland vom Markt genommen! 

Auch wenn sie persönlich nicht auf das Insulin Tresiba® eingestellt sind, bitte ich Sie sich an der Protestaktion zu beteiligen und die Petition zu unterzeichnen. Bitte geben sie diese Information ebenfalls an Ihnen bekannte Diabetiker und Diabetikerinnen weiter.   Petition

Es wurde bekannt, dass das Insulin Tresiba® (Insulin degludec) in Deutschland ab September vom Markt genommen wird. Tresiba® ist das neue langwirksame (Basal-)Insulin von Novo Nordisk. Der Grund für den Rückzug vom deutschen Markt ist, dass man sich bezüglich der Kostenerstattung mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen nicht einigen konnte. Auch eine Schiedsstelle konnte nicht dazu bei tragen, dass Patieten in Deutschland weiter mit dem Insulin versorgt werden können.

Preiskampf auf dem Rücken der Betroffenen!

Problem war der Preis den Novo Nordisk als Hersteller erstattet bekommen hätte. Der GKV-Spitzenverband verlangte, diesen auf die Höhe der Therapiekosten mit Humaninsulin zu senken, während der Preis für Tresiba® derzeit wesentlich höher liegt, als der Preis für Humaninsulin. Eine Absenkung auf das Niveau von Humaninsulin wäre nach Angaben von Novo Nordisk wirtschaftlich nicht tragbar gewesen. Ein Kompromissvorschlag für eine Übergangslösung und eine erneute Kosten-Nutzen-Bewertung konnte keinen Konsent finden, daher entschied sich das Unternehmen, das Insulin mit einer Übergangsfrist von drei Monaten vom deutschen Markt zu nehmen.

Tragbare Preise sind wichtig

Eine Preisregulierung halten wir für wichtig, nur darf diese nicht auf dem Rücken der Patienten erfolgen. Derzeit laufen die Preisverhandlungen dergestalt, dass der GKV-Spitzenverband Preissenkungen verlangt und für den Fall, dass die Unternehmen dem nicht folgen, eine Erstattungsfähigkeit ausschließt. Dies berücksichtigt aber unzureichend die Belange der Betroffenen, denn dieser Preiskampf nimmt die Betroffenen als Faustpfand, obwohl diese auf die Medikamente angewiesen sind. Ähnliche Probleme gab es schon in den vergangenen Jahren, wo es um die Verordnungsfähigkeit von Insulinanaloga ging; auch dort war es eine der Hauptforderungen die Erstattungsfähigkeit zu erhalten. Forschung und Entwicklung von neuen Arzneimitteln ist ein langwieriger und auch teurer Prozess. Das forschende Unternehmen diese Kosten wieder erwirtschaften müssen, ist daher logisch. Keinesfalls dürfen aber die Sozialkassen mit zu hohen Unternehmensgewinnen belastet werden. Diesen Preiskampf aber auf dem Rücken der Betroffenen auszufechten ist jedoch der falsche Weg. Das unser Solidarsystem nicht jeden Preis zahlen kann ist also verständlich. Deswegen ist hier ist die Politik gefragt, eine langfristige, transparente und gute Lösung im Sinne der Patienten zu finden.

Die weitere Vorgehensweise

Viele Patienten sind nun verunsichert und fragen sich, was Sie tun können. Wir als Patientenverband werden in den kommenden Tage versuchen auf diversen Wegen, für die Belange der Patienten in Deutschland zu kämpfen, die das neue Insulin benutzen und erfolgreich einsetzen. Bereits in der kurzen Zeit der Nutzung haben uns viele positive Rückmeldungen erreicht. Wir werden zusammen mit der Gesamtorganisation diabetesDE, als auch mit den Ärzten, die in der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) organisiert sind, auf breiter Front für einen Zugang zu diesem Medikament kämpfen.

Vorerst sind jedoch wir als Patienten gefragt!

Mehr als 6 Millionen Diabetiker in Deutschland müssen ihre Stimme erheben und dafür kämpfen, dass wir auch in Zukunft eine gute Versorgung erhalten können. Es kann nicht sein, dass neue Insuline oder andere Medikamente in anderen Ländern Europas verfügbar sind, bei uns jedoch nicht.

Aktuell hat jeder Betroffene folgende Optionen:

·         Teilnahme an einer Online Petition, damit das Insulin den Patienten erhalten bleibt: Der GKV-Spitzenverband und die Krankenkassen sollen das Basalinsulin Tresiba von Novo Nordisk weiter an Diabetiker zahlen. Gesundheit ist wichtiger als monetäre Interessen! Die Unterschrift ist kostenlos und, wenn wir viele Betroffene mobilisieren, können wir damit einen Beitrag zu einer gerechteren Lösung finden.

·         Sprechen Sie Ihre Krankenkasse an. Wenn Sie Tresiba® aktuell nutzen, berichten Sie evtl. warum Sie zufrieden sind und es weiter bekommen wollen oder fragen Sie nach Optionen für Sie persönlich.

·         Sprechen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten an, nur politisch ist hier etwas zu gewinnen. Die Politik muss erfahren, dass hier ein Handlungsbedarf besteht. Ihren Abgeodneten finden Sie auf der Seite des Bundestages.

Auch wir werden versuchen, weitere Wege zu finden oder Ihnen Tools vorbereiten. Wir werden Sie in den kommenden Tagen weiter informieren. Die Informationen finden Sie auf unserer Facebook Seite oder auch hier.

Für weitere Hintergründe finden Sie auf der Seite von Novo Nordisk Deutschland weitere Informationen u. a. Patienteninformation und einen Offenen Brief an die Ärzte.

 

 

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Aus für unabhängige Patientenberatung

Anbei die Pressemeldung des Paritätischen zum "Aus für die unabhängige Patientenberatung.

2014

Sportwochenende für Kinder mit Diabetes

Vom 25.bis 27. Juli 2014 fand im MTV-Bewegungszentrum in Ludwigsburg das erste Sportwochenende für Kinder mit Diabetes statt. Das erste Wochenende dieser Art konnte als ein Gemeinschaftswerk von MTV Ludwigsburg, Diabetikertreff des Deutschen Diabetiker Bundes und Diabeteszentrum Ludwigsburg sowie der Unterstützung durch die Firma Sanofi und der Deutschen Sportjugend für die Kinder gratis für die Teilnehmer angeboten werden.

24 Kinder im Alter von 10 – 16 Jahren wollten sich das besondere Wochenende vollgepackt mit ihrem Lieblingssportangebot nicht entgehen lassen. Alle haben Sie die Einschränkung durch den Diabetes. Keineswegs sollte dies sie daran hindern, Trainingsstunden im Karate, Handball und Tanzen mit Ex-Weltmeistern und –Bundesligaspielern zu absolvieren.

Dies war der Leitgedanke der Organisatoren des MTV Ludwigsburg um Marion Lochmann und Harry Zeltwanger vom Diabetikertreff. Dafür Sorge tragen, sollte ein 22-köpfiges im Schichtbetrieb tätiges medizinisches Fachpersonal unter Leitung von Dr. Jörg Gloyer und seiner Frau Maike Gloyer. Zum Team der Ärzte, Diabetesberaterinnen und Krankenschwestern gesellten sich insgesamt 26 weitere Helfer, die sich um die Kinder gekümmert bzw. bei den Sportveranstaltungen die Trainer unterstützt haben. Allesamt waren sie im Ehrenamt tätig.

Bei Volleyball, Fußball, Basketball und Badminton konnten sich die aus ganz Baden-Württemberg angereisten Mädchen und Jungen im Rahmen eines Grillfests auf dem Beachplätzen kennenlernen. Es gab ein T-Shirt und eine Trinkflasche für das Wochenende. Regelmäßige Blutzuckermessungen sollten das gesamte Wochenende begleiten. Die erste gab es sodann um 22 Uhr in Absprache mit dem zuständigen Arzt, den Diabetesberaterinnen und Helfern, ehe die Sporthalle im MTV-Gebäude als Schlafstätte umfunktioniert wurde.

Der Samstag stand im Zeichen der drei von den Kindern gewählten Sportarten Tanzen, Handball und Karate. Dafür konnten drei erstklassige Trainer gewonnen werden: Die mehrfache Weltmeisterin Dagmar Beck  leitete die von Mädchen dominierten Tanzstunden. Martin Krautt (ehemaliger Bundesligaspieler) übernahm die Teilnehmer im Handball und WM-Teilnehmerin Johanna Fuchs zeigte sich für die Karate-Kids zuständig.

Am Ende des über drei Trainingseinheiten andauernden Samstags präsentierten sich alle Gruppen gegenseitig das Erlernte. Als Spezialgäste zeigten drei junge Tanzpaare des 1. TCL im Alter zwischen 11 und 15 Jahren ihre einstudierten Tänze in Perfektion. Abends wurde die letzte Energie der Kinder durch Toben im MTV-Bewegungsland und auf dem Außengelände verbraucht.

Bei der abschließenden Sommerolympiade im Ludwig-Jahn-Stadion am Sonntag traten die Teilnehmer in insgesamt fünf Gruppen in sportlichen Wettkämpfen, wie Sackhüpfen und Sportbeutel-Weitwurf, gegeneinander an. Bei der Siegerehrung erhielten alle Kinder eine Medaille und ein MTV-Handtuch, ehe die jungen Diabetiker nach dem Aufräumen abgeholt wurden.

Die erste Resonanz der Kinder, Ärzte, Diabetesberaterinnen und allen Helfern war so positiv, dass der MTV Ludwigsburg eine Fortsetzung dieser einzigartigen Veranstaltung in Erwägung zieht. „Erstaunlich war zu sehen wie diszipliniert die Kinder mit ihrer Krankheit umgegangen sind und die Ratschläge der Ärzte konsequent umgesetzt haben“ zeigt sich Organisatorin Marion Lochmann vom MTV Ludwigsburg noch heute begeistert. „Für uns ist auf jeden Fall klar, die Arbeit und die Mühe hat sich gelohnt“, fügt MTV-Geschäftsführer Marcel Hetzer hinzu. Es ist wahrhaftig schön zu sehen, wie Freundschaften entstehen und die Kinder das Zusammenspiel von Diabetes und Sport in ihren Alltag integrieren lernen.

Interessierte Kinder können sich bereits ab sofort für ein etwaiges zweites Sportwochenende beim MTV telefonisch unter 07141 91188-0 oder per E-Mail an info(at)mtv-ludwigsburg.de vormerken lassen.

In_Aktion
Mittendrin
Teilnehmer
Teilnehmer
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Trainer spenden für Diabetikerbund

Pressebericht vom 28.08.2014 - Fußballtrainer Vereinigung

Die Fußballtrainer-Vereinigung Kreis Bruchsal,  der zahlreiche lizenzierte Übungsleiter aus  der  Region  angehö­ren, hat sich satzungsgemäß zum Ziel gesetzt neben ihrer sportlichen Aufgaben soziale Einrichtungen in der Region Karlsruhe zu unterstützen und Menschen in Not zu helfen.

Bei der  jüngsten Quartalssitzung befand die Versammlung  einstimmig, dass die diesjährige finanzielle Zuwendung in Höhe von 500 Euro an den Deutschen Diabetiker Bund, Landesverband Baden Württemberg, gehen solle.

Jetzt  konnte Vorsitzender Wer­ner Kraus zusammen mit Schriftführer Bernie Bisehoff und Schatzmeister Johann Genzer in  Karlsruhe an die Vorsitzende  Elke Brückel einen  sym­bolischen Scheck übergeben. 

Das Spendengeld wurde inzwischen für ein Feriencamp für Kinder mit Diabetes verwendet. "Ich  freue  mich  sehr über den schönen  Betrag, der  zielgerichtet verwendet wurde", so Brückel.

In der Quartalssitzung  berichtete Knaus, dass die aktive Trainerelf beim Fußballturnier des SV Menzingen den dritten Platz  belegte.

Spendenübergabe der Fußballtrainer-Vereinigung Bruchsal

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11.7.2014 - Der Bundesrat bittet die Bundesregierung:

  1. noch in diesem Jahr den Entwurf eines Bundespräventionsgesetzes vorzulegen, das zukünftig und nachhaltig als strukturelle und finanzielle Sicherung für Prävention und Gesundheitsförderung dienen kann;
  2. einen Nationalen Diabetesplan vorzulegen, der ein Konzept enthält, das sowohl Präventionsstrategien, Früherkennungsmaßnahmen und Vorschläge für neue Versorgungsmodelle als auch für die Stärkung der Selbsthilfe beschreibt;
  3. die Länder sowie die Akteure im Gesundheitswesen in den Planungsprozess weitreichend einzubeziehen.

Einweihung der neuen Geschäftsstelle des Deutschen Diabetiker Bundes in Baden-Württemberg

Die Farben des DDB LV BW

Persönlichkeiten der Politik, Unternehmen und Partner waren der  Einladung zur Einweihung der neuen Geschäftsstelle des Deutschen Diabetiker Bundes in Baden-Württemberg gefolgt. Mit einem engagierten „weiter so“ zeigten sie sich sehr zufrieden mit der Arbeit des Landesverbandes.

Die Gruppenleiter lernen die hellen und freundlichen Räume bei der Gruppenleitertagung im Juli kennen.

Alle Mitglieder sind schon heute recht herzlich eingeladen, zum „Tag der offenen Tür”, der demnächst stattfinden soll.

Was macht der DDB in Bildern
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Begrüssung
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Das Team des Landesverbandes
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Interessierte Besucher
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Nervenschädigungen bei Diabetes

Neue Patienteninformation zum Thema Nervenschädigungen (Neuropathie) bei Diabetes erschienen. Wenn Nervenschäden rechtzeitig entdeckt  und behandelt werden, lassen sich die Beschwerden jedoch lindern und ihr Fortschreiten verzögern. Mehr für Mitglieder

Ab heute stehen im Internet neue Informationsmaterialien kostenlos bereit: Die PatientenLeitlinie "Nervenschädigungen bei Diabetes" und die dazugehörige Kurzversion vermitteln, was Nervenschädigungen bei Diabetes sind, wie sie erkannt und behandelt werden. Diabetes kann zu Schäden an den Nerven führen. Der Fachausdruck dafür ist „diabetische Neuropathie“. Diese Erkrankung kann verschiedene Beschwerden verursachen und die Funktion von inneren Organen beeinträchtigen. Wenn Nervenschäden rechtzeitig entdeckt  und behandelt werden, lassen sich die Beschwerden jedoch lindern und ihr Fortschreiten verzögern.

In der neuen PatientenLeitlinie „Nervenschädigungen bei Diabetes“ erhalten Menschen mit Diabetes nun ausführliche Informationen darüber, welche Anzeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Außerdem erhalten sie Hinweise auf Beratungsstellen und weitere Informationsquellen. Zusätzlich wurde eine Kurzinformation erarbeitet. Diese fasst auf zwei Seiten leicht verständlich die wichtigsten Fakten zusammen und gibt Tipps zum Umgang mit der Erkrankung. Alle Materialien lassen sich als pdf-Dokument kostenlos downloaden.

Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien – PatientenLeitlinien
PatientenLeitlinien übersetzen die wichtigsten Inhalte und Empfehlungen einer ärztlichen Leitlinie in eine laienverständliche Sprache. Die Broschüre „Nervenschädigungen bei Diabetes“ beruht auf den Handlungsempfehlungen der aktuellen Nationalen VersorgungsLeitlinie „Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter“ und damit auf dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen. Sie wurde zusammen mit Patientenvertretern und ärztlichen Experten entwickelt. Betreuung und Redaktion erfolgte durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Ein Methodenreport dokumentiert ausführlich den gesamten Erstellungsprozess.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das ÄZQ beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.

 

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Diabetikertag Öhringen

Nicht nur der Zucker ist wichtig
Krankheit ist auch eine Frage der geistigen Einstellung — 600 Besucher beim achten Diabetikertag in der Kultura — Bericht von der Hohenloher Zeitung

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2013

11.12.2013

Computerspiele helfen Diabetes-Patienten Blutzucker zu kontrollieren

Jedenfalls wenn man den Forschern vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) Glauben schenken darf. (Mit Video) Die vollständigen Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin BMC Endocrine Disorders veröffentlicht.

Die Wissenschaftler testeten 220 Patienten, die an Typ-2-Diabetes erkrankt waren. Die eine Hälfte der Probanden wurde aufgefordert Wii Fit Plus von Nintendo täglich drei Monate lang zu nutzen. Diese Teilnehmer verloren nicht nur an Gewicht, sondern erreichten auch bessere Werte. Als die zweite Gruppe später ebenfalls die Spielkonsole nutzte, wurden ähnliche Ergebnisse erzielt.

Artikel und Beispiel-Video

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11.12.2013

Warum Wohnumfeld, Kriminalität und Verkehrsdichte zum Übergewicht beitragen können

Das unmittelbare Wohnumfeld sowie soziale Faktoren beeinflussen die Entstehung von Übergewicht weit mehr als bisher gedacht. Das konnte nun im Rahmen der Kieler Adipositas-Präventionsstudie (KOPS) bestätigt werden. 

München, 12. Dezember 2013 – Das unmittelbare Wohnumfeld sowie soziale Faktoren haben Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht. Das konnte nun
im Rahmen der Kieler Adipositas-Präventionsstudie (KOPS) bestätigt werden.
Die Studie wird durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) geförderte Kompetenznetz Adipositas unterstützt. Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen biologischen Faktoren, Sozialstatus, Lebensstil, Lebenswelten und Übergewicht bei Kindern im Alter zwischen sechs und 14 Jahren.

Lebenswelten fördern Inaktivität und Überernährung

Ernährung und körperliche Aktivität haben Einfluss auf das Körpergewicht, zu viel Essen und zu wenig Bewegung sind Ursachen von Übergewicht. Der Lebensstil unterliegt aber nicht allein der individuellen Entscheidung. „Auch Lebenswelten können ‚adipogen‘ wirken, sie können das Risiko für Übergewicht erhöhen“, fasst Professor Manfred James Müller, einer der beiden Sprecher des Kompetenznetzes Adipositas, die Kernergebnisse der Studie zusammen. „Adipogene“ Lebenswelten umfassen dabei die Summe aller Umgebungsfaktoren, welche eine hohe Energieaufnahme und einen inaktiven Lebensstil begünstigen. Zu den Faktoren zählen neben einem großen Angebot an kalorienreichen Lebensmitteln wie beispielsweise Fast Food, auch eine hohe Verkehrsdichte und Kriminalität, sowie wenig Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Sport und Erholung. Auch die Schulbildung und das Gewicht der Eltern bestimmen das Risiko von Übergewicht und Adipositas.

„Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in sozial benachteiligten Wohngegenden aufwachsen und leben, sind häufiger übergewichtig“, weiß der Ernährungsmediziner. Die Sozialraumanalyse in Stadt und Wohnbezirken zeigt deutliche Unterschiede in Lebensmittelangebot, Verkehrsdichte und Kriminalitätsrate. „Bei einem hohen Lebensmittelangebot essen Kinder häufiger zwischen den Mahlzeiten“, sagt Professor Müller. Eine hohe Verkehrsdichte sowie Kriminalitätsrate begünstigen Inaktivität und Medienkonsum – in diesen Wohngegenden gehen die Menschen seltener aus dem Haus und bewegen sich weniger. Eine niedrige Schulbildung verstärkt den nachteiligen Einfluss der Lebenswelt.

Präventionsstrategien müssen Einfluss der Lebenswelten berücksichtigen

Um in einer Untergruppe zusätzlich zu den oben genannten Faktoren den Einfluss der Nachbarschaft auf das Gewicht von Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren zu untersuchen, wurde ein geographisches Informationssystem verwendet. Dadurch konnten die Lebenswelten im Umkreis von 800 Metern um das Zuhause des betreffenden Kindes charakterisiert werden. Das Ergebnis überrascht wenig: Als weitere Determinanten der Gewichtszunahme konnten die Begehbarkeit der Stadtteile, der Straßentyp, das soziale Niveau der Wohngegend sowie die objektiv und subjektiv wahrgenommene Verkehrsdichte identifiziert werden. „Familiäre und soziale Faktoren haben im Vergleich zum Faktor Lebenswelt nach wie vor den größeren Einfluss auf das Körpergewicht“, so Professor Müller. „Dennoch sollten zukünftige Strategien der Prävention nicht allein den Lebensstil von Kindern und Jugendlichen adressieren, sondern auch den Einfluss der Lebenswelten berücksichtigen.“

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, ein Viertel sogar adipös. Während der Einfluss des Lebensstils auf Übergewicht und nicht übertragbare Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen wiederholt belegt werden konnte, war die Bedeutung der sozialen Faktoren sowie unserer Lebenswelten bislang wenig erforscht. Die Kieler Adipositas-Präventionsstudie ist eine der ersten europäischen Studien, welche die Beziehungen zwischen Sozialstatus, Lebenswelten und Übergewicht von Kindern untersucht.

Weitere Informationen können Sie gerne anfordern bei:

Kompetenznetz Adipositas
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Uptown München Campus D
Georg-Brauchle-Ring 60/62, 5. Stock
80992 München

Dr. Christina Holzapfel, wiss. Geschäftsführerin

Telefon: +49 89 289 249 23
Fax:+49 89 289 249 22
E-Mail: christina.holzapfel(at)tum.de

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25.06.2013

Dapaglifloxin - neues Medikament

Verschwindet neues Diabetes-Medikament wieder vom deutschen Markt?
Deutscher Diabetiker Bund: „Wirksame Therapie-Option muss erhalten bleiben“ 

Kassel/Berlin. Diabetes-Patienten stehen heute moderne Arzneimittel zur Verfügung, die den Blutzucker wirksam senken. Doch aus Kostengründen fallen immer mehr Diabetes-Medikamente aus der Erstattung. Jüngstes Beispiel: „Dapagliflozin“ (Handelsname: „Forxiga“). Laut einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom Juni hat der SGLT-2- Hemmer keinen Zusatznutzen gegenüber herkömmlichen Präparaten. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) hält diese Entscheidung – vor allem im internationalen Vergleich – für „völlig unschlüssig“ und befürchtet eine gesundheitliche Gefährdung der Patienten.

Dapagliflozin ist die erste Substanz einer neuen Gruppe von Diabetes-Medikamenten, den SGLT-2-Hemmern. Sie folgt dem Wirkprinzip, dass vermehrt Zucker über den Harn ausgeschieden wird; so lassen sich Blutzucker, Blutdruck und Körpergewicht senken.

Sowohl die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) als auch der wissenschaftliche Beirat des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) sind sich darin einig, dass die günstige Wirkkombination von keinem der bisher verfügbaren oral einzunehmenden Diabetes-Medikamenten erzielt wird. Vor allem Patienten, die durch Unterzuckerungen gefährdet sind, profitieren von dem Präparat. „Eines für den Patienten entscheidende Kriterium ist auch das Hinauszögern der Insulintherapie“, erklärt der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler.

Die Arznei ist seit November 2012 zur Behandlung des Typ- 2-Diabetes zugelassen – als Monotherapie sowie in Kombination mit anderen Blutzuckersenkern einschließlich Insulin; seit Januar 2013 wird Dapagliflozin auch in Deutschland verordnet. Rund 16.000 Diabetiker erhalten hier schon das Medikament.

Der G-BA hat nun vier Anwendungsmöglichkeiten des Präparats untersucht: Die Mono- beziehungsweise Kombinationstherapie mit Metformin, anderen blutzuckersenkenden Medikamenten oder Insulin. Und kommt zu dem gleichen Ergebnis wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Kein Zusatznutzen für keine der Therapieoptionen. Dies wird mit angeblichen methodischen Mängeln der zugrunde liegenden Studien begründet; zudem gelten als Nebenwirkungen des Medikaments unter anderem Harnwegs- oder Genitalinfekte. „Entscheidend sind doch die Patientenpräferenzen, bei denen vor allem eine Senkung des Langzeitblutzuckerwerts HbA1c und die Vermeidung von Hypoglykämien im Vordergrund stehen – erst als letzter Punkt werden Nebenwirkungen genannt“, macht Möhler deutlich.

Während in Deutschland dafür gesorgt wird, dass das neue Diabetes-Medikament aus der Erstattung fällt, weisen renommierte, wissenschaftliche Institute im europäischen Ausland auf einen Zusatznutzen des Arzneimittels hin – Großbritannien (NICE), Schottland (SMC) und Dänemark (SST) stehen dem Präparat auf Basis identischer Studien positiv gegenüber. „Wie kann es sein, dass in Deutschland ein anderes Ergebnis präsentiert wird im Vergleich zum Beispiel zur britischen Bewertung? Es müssen doch die internationalen Standards der evidenzbasierten Medizin angewandt werden!“, kritisiert der DDB-Bundesvorsitzende und fordert das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf, den G-BA-Beschluss zu beanstanden.

Gibt das BMG allerdings grünes Licht für die G-BA-Entscheidung, bleibt Diabetikern in Deutschland voraussichtlich eine moderne, vielversprechende Medikation vorenthalten, die von der europäischen Arzneimittel-Behörde (EMA) bereits eine breite Zulassung erhalten hat. Bei Patienten, die das Medikament schon einnehmen, muss die Therapie gegebenenfalls wieder umgestellt werden. Dieter Möhler: „Der DDB setzt alles daran, dass Diabetikern diese neue, wirksame Therapieoption erhalten bleibt.“

Deutscher Diabetiker Bund
Goethestraße 27
34119 Kassel
Telefon: 0561 / 7034770
Fax: 0561 / 7034771
Internet: www.diabetikerbund.de

Ansprechpartner: Dieter Möhler (Bundesvorsitzender)

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06.06.2013

Kontinuierliche Glukosemessung

„Unrealistisch und unsinnig“: Deutscher Diabetiker Bund kritisiert geplante Instituts-Bewertung zur kontinuierlichen Glukosemessung

Kassel. Die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) zeigt den Trendverlauf der Stoffwechseleinstellung genau an. Für Menschen mit Diabetes, insbesondere für Patienten mit starken Blutzuckerschwankungen, sind CGMSysteme daher vorteilhaft. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) plant derzeit die Bewertung solcher CGM-Systeme. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) kritisiert das Vorhaben in vielen Punkten als „unrealistisch und unsinnig“.

Die geplante CGM-Bewertung hat das IQWiG in seinem vorläufigen Berichtsplan zur Diskussion gestellt. Inhaltlich setzt sich der Plan noch nicht mit dem Nutzen von CGM-Systemen auseinander, sondern erläutert nur, wie das Institut bei der Bewertung vorgehen will. In einer Stellungnahme hat der DDB jetzt seine Kritik gegenüber dem Institut formuliert.

Der DDB macht darauf aufmerksam, dass auch leichte Hypoglykämien sowie Blutzuckerschwankungen als patientenrelevante Endpunkte zu berücksichtigen sind. Sabine Westermann vom DDB-Rechtsberatungsnetz erklärt dazu: „Die Reduzierung der Nutzenbewertung lediglich auf harte Endpunkte ist nicht zielführend, denn CGM-Systeme stellen für viele Diabetiker eine wesentliche Unterstützung in der täglichen Lebensführung dar.“

In der Regel müssen die Patienten um die Kostenübernahme von CGM-Systemen kämpfen. Der DDBBundesvorsitzende Dieter Möhler: „Auch vor schweren Hypoglykämien mit Notarzt und Knochenbrüchen, Folgekomplikationen, Arbeitsunfähigkeit oder gar Berentung schrecken die gesetzlichen Krankenkassen und MDKs nicht zurück. Selbst in Extremfällen ist eine CGM-Versorgung häufig nur noch mit gerichtlichen Maßnahmen durchsetzbar.“ Die Rechtsauffassung des DDB, dass es sich bei der CGM um ein reguläres Hilfsmittel (wie eine Insulinpumpe) handelt, sieht der Diabetiker Bund allerdings durch den Berichtsplan bestätigt.

Nach Eingang und Auswertung der Stellungnahmen wird das IQWiG einen endgültigen Berichtsplan im Internet veröffentlichen und die Nutzenbewertung beginnen. Mit einem Ergebnis der Nutzenbewertung, die das Institut vornimmt, ist voraussichtlich im Frühjahr 2014 zu rechnen.

Deutscher Diabetiker Bund
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Internet: www.diabetikerbund.de

Ansprechpartner: Dieter Möhler (Bundesvorsitzender)

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06.06.2013

Hyperbare Sauerstofftherapie auch ambulant

Deutscher Diabetiker Bund begrüßt Entscheidung des Bundessozialgerichts: Kasse muss ambulante HBO-Therapie beim „Diabetischen Fußsyndrom“ bezahlen

Kassel. Das Bundessozialgericht (BSG) hat im Mai die Krankenkasse BKK Euregio dazu verurteilt, die Kosten bei einer Diabetikerin mit „Diabetischem Fußsyndrom“ für eine ambulant durchgeführte HBO-Therapie (hyperbare Sauerstofftherapie) zu übernehmen (BSG v. 07.05.2013, Az. B 1 KR 44/12 R). Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) begrüßt die Entscheidung.

Geklagt hatte eine 53-jährige Diabetes-Patientin, die ein Diabetisches Fußsyndrom hat. Um eine Unterschenkelamputation zu vermeiden, unterzog sie sich 20 ambulanten HBO-Behandlungen in einem Unterdruckzentrum, bei denen medizinisch reiner Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck für definierte Zeiträume und Intervalle eingeatmet wird. Die angefallenen Kosten in Höhe von rund 7.000 Euro wollte die beklagte Krankenkasse nicht bezahlen.

Schon zuvor war die Klage in allen Instanzen trotz einer möglichen drohenden Amputation im Unterschenkelbereich der Klägerin abgewiesen worden. Die Gerichte beriefen sich jeweils auf den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), der diese Therapieform nicht für den ambulanten Bereich empfohlen hat. Die Kostenübernahme war bisher nur im Rahmen einer stationären Behandlung möglich.

Nach Auffassung des BSG hat der G-BA jedoch gegen höherrangiges Recht verstoßen, weil er objektiv willkürlich die HBO nicht auch für den ambulanten Bereich empfahl. Es seien keine Gründe ersichtlich, warum die HBO nur stationär angewendet werden solle. Im Gegenteil drohe sogar eine mit dem Qualitätsgebot in der gesetzlichen Krankenversicherung unvereinbare Therapielücke für Diabetiker, so das BSG.

Die Entscheidung sei für die Versorgung von Diabetikern sehr zu begrüßen, teilt der DDB mit. „Es war nie nachvollziehbar, warum der ambulante Bereich hier ausgenommen sein sollte. Endlich hat die Rechtsprechung korrigierend eingegriffen“, sagt DDB-Bundesvorsitzender Dieter Möhler. Und weiter: „Was bleibt, ist der schale Nachgeschmack, dass trotz schlimmster Erkrankungen, die hier behandelt werden müssen, die Verantwortlichen im G-BA den Patienten aus Systemüberlegungen und Ökonomiebestrebungen Gefahrensituationen ausliefern.“

Der Gesetzgeber sei aufgefordert, hier Änderungen herbeizuführen. Dieter Möhler fordert: „Wir brauchen zum Schutz der Patienten die Rechts- und Fachaufsicht durch das Bundesgesundheitsministerium. Wir brauchen eine funktionierende Patientenbeteiligung mit vollumfassendem Antrags- und Stimmrecht."

Sabine Westermann vom DDB-Rechtsberatungsnetz (www.diabetikerbund.de) ergänzt: „Die Entscheidung des BSG zeigt einmal mehr, dass es sich lohnen kann, notfalls bis in die letzte Instanz zu kämpfen. Gleichzeitig ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Klage nicht bereits durch das Sozialgericht beziehungsweise durch das Landessozialgericht stattgegeben wurde.“

Deutscher Diabetiker Bund
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34119 Kassel
Telefon: 0561/7034770
Fax: 0561/7034771
Internet: www.diabetikerbund.de

Ansprechpartner: Dieter Möhler (Bundesvorsitzender)

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16.05.2013

DDB Protest zeigt Wirkung

Ministerium spricht Machtwort bei Festbeträgen für Insuline

Karlsruhe/Kassel/Berlin. Diabetespatienten in Deutschland können aufatmen: Die geplante Neuregelung, Human- und Analoginsuline in Festbetragsgruppen einzuteilen, ist erst einmal vom Tisch. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat den betreffenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom Februar gekippt, in dem es eine Beanstandung aussprach. Damit ist das Ministerium der gleichen Auffassung wie der Deutsche Diabetiker Bund (DDB), der den G-BA-Beschluss scharf kritisiert hat.

"Beurteilungs- und Begründungsfehler" seien in dem G-BA-Beschluss gemacht worden, der sich als "unvereinbar mit den gesetzlichen Vorgaben" darstelle, beanstandet das BMG. Es sei auch nicht gewährleistet, dass "Therapiemöglichkeiten nicht eingeschränkt werden". Der Beschluss tritt somit nicht in Kraft.

"Das ist ein Riesenerfolg für den Deutschen Diabetiker Bund!", sagt die DDBLandesvorsitzende Elke Brückel, "und die Bestätigung, dass wir eine gute, ordentliche Arbeit machen und Menschen mit Diabetes bei uns gut aufgehoben sind." Erst vor kurzem hatte der DDB in einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister erneut auf die Problematik der Insulin-Festbeträge für die Versorgung von Diabetes-Patienten hingewiesen. Der Protest des Deutschen Diabetiker Bundes hatte sogar zur Folge, dass seine Patientenvertreterin aus dem Unterausschuss Arzneimittel des G-BA ausgeschlossen wurde, die auf Einstellung des Verfahrens gedrängt und ihre Kritik daran öffentlich geäußert hatte.

Der Gemeinsame Bundesausschuss plante, für Humaninsulin und Analoga drei Festbetragsgruppen zu bilden: für kurzwirksame Insuline, langwirksame Basalinsuline und Mischinsuline. Damit sollten Kosten in der Versorgung von Diabetikern eingespart werden, denn Analoginsuline sind teurer als Humaninsulin. Der Beschluss betraf Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, die auf intensivierte Insulintherapie eingestellt sind und sich mit einem Insulinpen spritzen. Da von der Gruppenbildung die Durchstechflaschen für Insulinpumpen ausgenommen waren, galt die G-BA-Entscheidung nicht für Insulinpumpenträger.

Diabetiker sollten nach dem Willen des G-BA möglicherweise anfallende Differenzbeträge selbst bezahlen. Derzeit ist die Kostenübernahme von Analoginsulin für alle Diabetespatienten sichergestellt beziehungsweise. aufgrund der Verordnungsausschlüsse bei Typ-2-Diabetes durch Rabattverträge zwischen Kassen und Insulinherstellern geregelt. Analoginsuline sind für Diabetespatienten häufig vorteilhafter, gerade wenn es um die Vermeidung von gefährlichen, teilweise lebensbedrohlichen Hypoglykämien geht, betonen die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und der wissenschaftliche Beirat des DDB übereinstimmend.

Das BMG beanstandet an dem G-BA-Beschluss auch, dass junge Diabetiker keine gesonderte Berücksichtigung darin finden. Es verweist auf den Verordnungsausschluss von schnellwirkenden Analoginsulinen für Typ-1- Diabetiker vom Mai 2008, der vom Gesundheitsministerium hinsichtlich der Kinder und Jugendlichen teilbeanstandet worden war. Damit habe es bereits deutlich gemacht, "dass eine generell erzwungene Therapieumstellung von Insulinanaloga auf Humaninsulin für diese besonders schutzwürdige Patientengruppe eine unzumutbare Belastung darstellt", so das BMG. Eine Einschränkung bei den Festbeträgen für Kinder und Jugendliche hätte unbedingt erwähnt werden müssen.

Gegen die Beanstandung kann der Gemeinsame Bundesausschuss innerhalb eines Monats klagen. "Ein komplett neues Verfahren zu den Festbeträgen halte ich für obsolet und nicht notwendig", erklärt DDB-Bundesvorsitzender Möhler. "Die Rabattverträge sind völlig ausreichend."

Kontakt Verband:
Deutscher Diabetiker Bund LV Baden-Württemberg
Kriegsstr. 49
76133 Karlsruhe

Tel.: 0721/3543198
Fax: 0721/3543199
E-Mail: info(at)ddb-bw.de
Ansprechpartner: Elke Brückel, Landesvorsitzende

Deutscher Diabetiker Bund
Goethestraße 27
34119 Kassel
Telefon: 0561/7034770
Fax: 0561/7034771
E-Mail: info@diabetikerbund.de oder moehler@diabetikerbund.de
Internet: www.diabetikerbund.de
Ansprechpartner: Dieter Möhler, Bundesvorsitzender

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16.05.2013

Kinder mit Diabetes in der Schule

Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums regelt Umgang mit chronisch kranken Kindern.

Rechtsanwältin Sabine Westermann vom Rechtsberatungsnetz des DDB und Sozialreferent Reiner Hub vom DDB-LV Baden-Württemberg haben im Frühjahr 2012 einen wichtigen Sachverhalt zur Betreuung von Kindern mit Diabetes in Kindergarten und Schule aufgedeckt und auch im Diabetes Eltern-Journal publik gemacht. Zusätzlich wurden alle 16 Kultusministerien angeschrieben und informiert.

Das baden-württembergische Kultusministerium hat jetzt auf das Anschreiben reagiert und eine Verwaltungsvorschrift für die Schulen in Kraft gesetzt, die den Umgang mit chronisch kranken Kindern regelt, wobei der Schwerpunkt wegen des höheren Handlungsbedarfs natürlich bei Kindern mit Diabetes liegt. Ähnliche Vorschriften gibt es bereits in wenigen anderen Bundesländern.

In der Vergangenheit war es immer mal wieder zu Ärger zwischen den Eltern eines an Diabetes erkrankten Grundschulkindes und der Schule gekommen, weil die Eltern um Mithilfe der Lehrerinnen und Lehrern bei Blutzuckermessung und Insulingabe sowie der Überwachung der Mahlzeiteneinnahme gebeten hatten. Vielfach wurde dies jedoch – auch mit Verweis auf rechtliche Unsicherheiten – abgelehnt. In der neuen Verwaltungsvorschrift wird zwar festgestellt, dass Lehrerinnen und Lehrer nicht verpflichtet sind, solche Tätigkeiten auszuüben. Gleichzeitig werden sie jedoch auch um Mithilfe gebeten. Hier einige Kernaussagen:

  • Kinder mit Diabetes haben Anspruch auf Aufnahme in eine ihrer Begabung entsprechende Schule.
  • Alle Lehrkräfte müssen (von den Eltern) über das Kind mit Diabetes informiert werden; insbesondere über Unterzuckerungen und deren Symptome. Mindestens zwei Lehrer der Schule müssen sich fortbilden lassen.
  • Mit den Eltern wird eine Rufbereitschaft vereinbart.
  • Kinder mit Diabetes dürfen während des Unterrichts Blutzucker messen und essen.
  • Der behandelnde Arzt verordnet „häusliche Krankenpflege“, falls das Kind nicht selbständig Blutzucker messen und Insulin spritzen/seine Insulinpumpe bedienen kann.
  • Keine Lehrerin/kein Lehrer muss gegen seinen Willen Blutzucker messen oder Insulin verabreichen. Im Umkehrschluss: Wenn die Lehrkraft geschult worden ist, kann sie auf freiwilliger Basis diese Aufgabe im Auftrag der Eltern übernehmen.

Haftungsfragen, die seither oftmals Auslöser für die oben genannte Verweigerungshaltung waren, sind dahingehend abgeklärt, dass die Lehrkraft nur bei Gesundheitsschäden des Kindes durch vorsätzlich falsche Handlung in Regress genommen werden kann. Genaueres hierzu siehe Diabetes Eltern-Journal, Heft 3/2012.

Die Verwaltungsvorschrift ist in Kultus und Unterricht, Heft 5/2013, Seite 35ff veröffentlicht.

Reiner Hub
Sozialreferent DDB

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