Bis dato war Wandern eine Sportart, mit der ich wenig anfangen konnte. Sicher, ich bin gerne öfter spazieren gegangen. Auch im Alltag bin ich gelegentlich statt mit dem Bus zu Fuß unterwegs gewesen. Aber als ich Anfang März das erste Mal spontan eine Wanderung unternommen habe (die Route führte mich von Owen zur Burg Teck), da habe ich mich quasi direkt ins Wandern verliebt!
Der Ausblick von der Burg aus hinab ins Tal, die Natur um mich herum, die Anstrengung beim Anstieg hoch zur Burg - all diese Eindrücke haben dafür gesorgt, dass ich abends glücklich und zufrieden eingeschlafen bin.
Schnell wurde das Wandern in meiner Wochenplanung zur Routine und dank einer App, welche mir die unterschiedlichsten Routen aufzeigt und vorschlägt, war ich von nun an quasi jedes Wochenende im Stuttgarter Umland unterwegs.
Dabei habe ich festgestellt, wie ich, insbesondere nach einer anstrengenden Woche, zur Ruhe kam, wenn ich um mich herum Ruhe und Natur hatte. Meine Gedanken kamen zur Ruhe, ich war völlig im hier und jetzt….
Neben all diesen positiven Aspekten hat das Wandern auch positive Auswirkungen auf „meinen“ Diabetes. Durch die ausdauernde Bewegung verhält sich meine Blutzucker-Kurve sehr gleichmäßig und stabil. Außerdem kann ich viele Einheiten an Kohlenhydraten zu mir nehmen, ohne befürchten zu müssen, dass die Verlaufskurve nach oben schießt. Auch mein Insulinbedarf reduziert sich an diesen Tagen (und auch an den Tagen danach) merklich.
Wie es meiner Persönlichkeit entspricht, soll es das aber noch nicht gewesen sein mit dem Wandern - ich habe nunmehr das Weitwandern entdeckt! Hierbei geht man Distanzen ab ungefähr 25 - 30 km Länge. Das musste ich natürlich ausprobieren. Wie es dann war und wie es dann dazu kam, dass ich mich für einen Mammutmarsch angemeldet habe, darüber berichte ich dann in meinem nächsten Artikel.
Sportliche Grüße, Euer
David Marquardt
PS: Ihr habt Fragen, Anregungen oder …? Schreibt mir gern an d.marquardt[at]diabetiker-bw.de.

