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Erfahrungsbericht zum Hybrid Cloosed Loop System (670G Hybrid-AID-System)

Was bietet das Closed Loop Hyrid System und wie ist es, eine Pumpe im Alltag zu tragen?

Eine Studentin schreit über ihre Erfahrungen mit dem Sytem und berichtet über Vor- und Nachteile.

Ich habe diese MedTronic Pumpe erhalten, da ich über kurz vor den 4 Jahren Tragedauer stand und dann schwanger wurde. Daher hat mir meine Ärztin diese Pumpe ans Herz gelegt, um besser eingestellt zu sein in der Schwangerschaft.

Anfangs war es etwas kompliziert, sich in das komplexe System einzufinden, aber nach ein paar Wochen kam ich damit gut klar. Es gibt nur ein paar wenige negative Anmerkungen zu diesem System:
•    man muss sie 2 mal täglich kalibrieren, bei Sensorwechsel noch ein drittes mal (wobei Kalibrierungen bei allen Sensoren sinnvoll sind, nur 1 mal täglich fände ich, sollte machbar sein)
•    Die Warnmeldungen zwecks zu hohem Zucker sind sehr laut und anstrengend in der Nacht, wenn man nur 1 Einheit über dem angegebenen Wert liegt wird schon gemeldet

Nun zu den positiven Eigenschaften:
•    Dauerhafte Überwachung des Zuckers ohne selbst etwas zu machen
•    Abschalten der Basalabgabe bei sinkendem Zucker
•    Frühzeitiges Erkennen des sinkenden Zuckers -> sehr wenig bis keine Unterzuckerungen mehr
•    Regelmäßige Warnungen, wenn der Zucker zu hoch ist -> effektives Handeln
•    Mehrere Basalraten einstellbar (Krankheit, Sport, Normal…)

Fazit:
Ich nenne diese Pumpe/das System immer meine neue Bauchspeicheldrüse, ich bin überzeugt und ich sehe es auch an meinen Werten von einem HbA1C von 8,9 zu 6,5. Mit dieser Pumpe ist es für mich als Trägerin etwas einfacher, den Alltag mit Diabetes zu meistern.

Wenn das Gerät nun diese Stopps bei sinkendem Zucker auf den steigenden  übertragen könnte und auch noch die Zahl der Kalibrierungen verringern, denke ich, das ist die Zukunft für Typ1 Diabetiker. So könnte man ohne allzu viele Eigenbeteiligung für einen guten Zucker im Alltag sorgen.

H. L., Lehramtstudentin