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+++ Covid-19-UPDATE +++

Erhöhtes Risiko für Diabetiker nur bei Begleiterkrankungen

Menschen mit Diabetes von Typ 1 und 2 haben kein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Covid-19, wenn der Blutzucker gut eingestellt ist und keine Folge- oder Begleiterkrankungen vorliegen.

Die Todesrate von chinesischen Diabetikern nach Infektionen mit dem Coronavirus lag zwar bei rund sechs Prozent und damit höher als bei dem Durchschnitt der Infizierten. Dieser hohe Wert sei aber darauf zurückzuführen, dass es sich bei Menschen mit Diabetes um überdurchschnittlich viele ältere Menschen handelt, so Dr. Monika Keller von der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Denn ältere Menschen weisen ein deutlich höheres Risiko für schwerere Krankheitsverläufe hin.

Gute Blutzuckereinstellung wichtiger denn je

Entsprechende Zahlen für deutsche Diabetiker liegen aktuell noch nicht vor. Ob es einen Unterschied zwischen der Infektionshäufigkeit und dem Verlauf von Typ-2-Diabetes und Typ-1-Diabetes gibt, lässt sich momentan noch nicht mit Sicherheit sagen. „Es gibt einfach viel weniger Patienten mit Typ-1-Diabetes“, so Kellerer. Aber es sei anzunehmen, dass für Personen mit Typ-1-Diabetes gleichfalls gelte, dass bei wenig Begleiterkrankungen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung bestehe.

 „Hohe Zuckerwerte verschlechtern die Immunabwehr“, erklärte Kellerer. Deshalb empfiehlt die Fachgesellschaft Menschen mit Diabetes, jetzt besonders auf eine stabile Blutzuckereinstellung zu achten.

Besondere Vorsicht bei Herzproblemen und Organschäden

Wer Herzprobleme oder Schäden an Niere oder Leber hat, sollte jetzt mehr als andere aufpassen um sich vor einer Infektion zu schützen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät hier zu „besonderer Achtsamkeit“. Bei diesem Personenkreis könnte eine Infektion mit einer höheren Komplikationsrate ablaufen. Öffentliche Verkehrsmittel und Gebiete mit bekannten Infektionsfällen sollten auf jeden Fall gemieden werden.

Für Menschen mit Diabetes gelten ansonsten wie für alle anderen die Infektionsschutz-Maßnahmen des Robert Koch-Instituts:

  • + häufiges, gründliches Händewaschen mit Seife für 20 bis 30 Sekunden
  • + Hust- und Niesetikette einhalten, also vom Gegenüber noch weiter entfernen und in die Armbeuge husten    oder niesen
  • + sich nicht ins Gesicht fassen, vor allem nicht, wenn Sie vorher möglichweise kontaminierte Oberflächen wie Türklinken oder Haltestangen in Bussen angefasst haben
  • + zu Hause bleiben, vor allem wenn Sie an Erkältungssymptomen leiden

 

Was auf keinen Fall schadet: Sich zu überlegen, wie man den Alltag meistern könnte, sollte man unter Quarantäne gesetzt werden. Wer könnte die Einkäufe erledigen? Wie halte ich Kontakt zu Freunden und Familie? Was mache ich, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fällt? Das Bundesgesundheitsministerium gibt Tipps, wie man die Zeit zu Hause am besten übersteht.


Bild: Arek Socha from Pixabay

 

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