Das Segelcamp beim Verein für sozialpädagogisches Segeln in Dingelsdorf e.V. (VVS) am Bodensee wurde in diesem Jahr für Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren angeboten.
Kennenlernen und Knotenkunde
Der Bodensee empfing uns am Samstag mit Regenwetter und so musste die geplante Sonnenuntergangsfahrt leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Die Kinder und Jugendlichen ließen sich jedoch den Spaß nicht nehmen und lernten sich bei Kartenspielen besser kennen. Die Skipper gaben eine kleine Knotenkunde zum Einstieg ins Segeln.
Nach der ersten Nacht im Zeltdorf auf Feldbetten ließen wir uns vom durchwachsenen Wetter nicht abschrecken und unternahmen eine erste Tour mit den Segelbooten. Die Jugendlichen lernten die ersten Handgriffe am Boot und hatten schnell den Bogen raus, was beim Ablegen aus dem Hafen, Segel setzen und Anlegen alles zu beachten ist.
Neben Segeln gab es auch Sporteinheiten an Land
Das köstliche Mittagessen unseres bewährten Küchenteams fand wieder im Zeltdorf statt. Im Anschluss stand eine Sporteinheit auf dem Programm. Zu flotter Musik machte die ganze Gruppe Piloxing (eine Kombination von Pilates und Boxübungen mit Tanzschritten) und powerte sich ordentlich aus. Wer dann noch nicht genug hat, konnte entweder eine Runde Zumba tanzen oder sich beim Fußball und Volleyball spielen oder an den Tischtennisplatten weiter sportlich betätigen. Auch eine Schwimmrunde im erfrischenden Bodensee ließen einige Teilnehmer nicht aus.
Austausch zu Diabetes nach Sport und Grillen
So viel Sport macht natürlich hungrig und so freuten sich alle auf das abendliche Grillen. Anschließend gab es am Lagerfeuer die Möglichkeit sich zu verschiedensten Themen mit dem Diabetesteam auszutauschen und Fragen zu stellen.
Leinen los, auf zur Regatta
Am Montag wurden beim Frühstück fleißig Lunchpakete zubereitet, schließlich ging es länger an Bord und auch das Wetter wurde immer besser. Nur der Wind ließ auf sich warten und so mussten die Jugendlichen an die Riemen und bei einer Pull-Regatta gegeneinander antreten. Das Schiff August gewann mit Abstand, hatte aber auch eine erfahrene Crew vom letzten Jahr an Bord.
Zur Mittagpause legten wir im gegenüberliegenden Überlingen an und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit ihre Pause in Kleingruppen zu nutzen. Im Anschluss kam nochmal etwas Wind zum Segeln auf und die Jugendlichen setzten bereits routiniert die Segel.
Die nächste Flaute wurde mit lustigen Übungen an Bord überbrückt. Getestet wurde unter anderem, wie weit sich so ein Schiff neigen kann ohne zu kippen. Auch beim Wippen wurde die Stabilität der Schiffe getestet. Ganz Mutige konnten bei einer Vertrauensübung einmal die Reling umrunden - durch helfende Hände der anderen Crewmitglieder.
Auch ein Abstecher zum bekannten Teufelstisch mit seiner interessanten Geschichte musste natürlich noch sein.
Zurück im Hafen beschlossen die meisten Teilnehmer noch eine Runde am Strand schwimmen zu gehen.
Bis zum Abschied auf dem bzw. im Wasser
Der letzte Tag begrüßte uns mit Sonnenschein aber leider ohne Wind. Nachdem alle erst einmal packen mussten und das Zeltdorf wieder gereinigt übergeben wurde, hieß es ein letztes Mal den 20-minütigen Weg zum Hafen zurücklegen. Als die Boote aus dem Hafen gefahren wurden, ging es an eine besondere Challenge: Wie bekommt man einen Fender trocken von einem Boot zum anderen transportiert, wenn die Boote circa 20 Meter voneinander entfernt liegen? Alle Jugendlichen waren nun ein Team und durften sich Boot an Boot austauschen und einen geeigneten Plan entwerfen. Der erst Versuch scheiterte zwar, doch beim zweiten Versuch wanderte der Fender mit Namen Kevin von Boot zu Boot ohne nass zu werden.
Zum gemeinsamen Mittagessen wurden die Boote direkt nebeneinander gesteuert und es gab ein Picknick auf dem Wasser.
Anschließend gab es eine große Wasserschlacht zwischen den Booten. Wer da nicht schon nass wurde, hatte danach noch die Gelegenheit vom Boot aus im Bodensee zu schwimmen. Nass, aber zufrieden kehrten wir ins Zeltdorf zurück, wo es hieß Abschied zu nehmen.
Es war ein tolles Segelcamp mit vielen interessierten Kindern und Jugendlichen, die schnell zu einer Crew zusammengewachsen sind.
Ein herzliches Dankeschön geht an den VSS, der wieder ein abwechslungsreiches, gelungenes Programm auf dem Wasser ermöglicht hat.
Wir freuen uns, wenn es das nächste Mal wieder heißt „Ahoi!“
Anica Towae , Vorstand des DBW für das Ressort Kinder, Jugend & Familie

















