Blutzuckerverhalten im Winter und die Vorteile einer saisonalen Ernährung

Blutzuckerverhalten im Winter
Wer kennt es nicht? Sobald sich die kalte Jahreszeit anbahnt steigen auch die Blutzuckerwerte an. Für Typ 1 Diabetiker und insulinpflichtige Typ 2 Diabetiker bedeutet das gegebenenfalls Basalinsulinrate erhöhen und Mahlzeitenfaktoren anpassen. Typ 2 Diabetiker, die nicht täglich ihren Blutzucker messen müssen, werden einen Anstieg der Werte erst beim nächsten Kontrolltermin bemerken. Doch warum steigt der Blutzucker im Winter überhaupt an? Im Winter wird man gemütlicher, das Aktivitätslevel sinkt, man verbringt mehr Zeit im Warmen Haus und die Mahlzeiten werden nicht nur deftiger, sondern auch gehaltvoller.

Alltagsbewegung bleibt niedrig
Aber auch die aktuelle Corona-Verordnung trägt dazu bei, dass das Aktivitätslevel niedrig bleibt. Fitnessstudios und Sportstätten sind geschlossen, Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen führen dazu, dass man sich z.B. seltener mit der Freundin zum Spazieren gehen trifft. Man versucht so wenig wie möglich „unter Leuten“ zu sein.


Bewegung und Sport
Natürlich ist es aufgrund der aktuellen Situation durchaus sinnvoll seine Kontakte zu beschränken. Aber ohne Partner macht der Spaziergang oder die Sporteinheit wenig Spaß. Wer sich auch im Homeoffice befindet, kann Beispielsweise nach Feierabend einen 30-minütigen Spaziergang einbauen. Ob allein, mit Partner oder auch mit den Kindern - ein Spaziergang tut Körper und Geist gut. Wer gerne Sport macht und sich daheim nicht so richtig motivieren kann, sucht sich am besten Gleichgesinnte. Ein Workout über den Videochat mit der besten Freundin kann auch sehr viel Spaß machen. Darüber hinaus bieten viele Fitnessstudios oder auch Fitnessblogger live Workouts an, die Übungen werden gut erklärt und über die Chatfunktion kann man in Echtzeit Fragen stellen. Aber auch Fitness-Apps sind gute Trainingsbegleiter. Ob Kraftsport, Ausdauer oder Yoga, für jeden ist etwas dabei. Übungen werden Schritt für Schritt erklärt. Ziele und Trainingspläne können individuell angepasst werden.


Ernährung: saisonal und regional
Genauso wichtig wie ausreichend Bewegung ist die gesunde und ausgewogene Ernährung. Um möglichst vitamin- und nährstoffreiches Obst und Gemüse zu bekommen, sollte man saisonale und regionale Produkte kaufen. Damit ist Obst und Gemüse gemeint, das von Natur aus zu bestimmten Jahreszeiten reif ist. Die Produkte stammen aus der Region in der sie verkauft werden.

Einige Sorten kann man auch außerhalb der Hauptsaison kaufen. Gemüse wie Karotten und Kartoffel können gut gelagert werden, anderes Gemüse wie Tomaten benötigt eine Schutzfolie oder ein Gewächshaus zum Wachsen.

Wir sind es jedoch mittlerweile gewohnt alle Lebensmittel zu jeder Zeit zur Verfügung zu haben, ein Beispiel hierfür sind frische Erdbeeren im Winter. Durch die frühzeitige Ernte der Erdbeeren und den langen Transportweg enthalten sie weniger Vitamine und Nährstoffe und schmecken nicht nach Erdbeeren.

Wo kaufe ich saisonal und regional?
Zwar gibt es im Supermarkt auch einige regionale Produkte, aber diese beziehen sich oft nur auf die Herkunft „Deutschland“. Wer wissen will, wo die Produkte genau herkommen, kauft am besten beim Bauern um die Ecke ein oder geht auf den Wochenmarkt. Dort kann man direkt beim Produzenten nachfragen. Oft bekommt man beim Bauer auch noch frische Eier, Milch und Fleisch.

In den Großstädten sind Abo-Gemüsekisten, gerade in Zeiten von Corona, eine willkommene Alternative, um Bauern in der Region zu unterstützen und an frisches Obst und Gemüse zu kommen. Man kann den Inhalt der Kiste selbst zusammenstellen oder aus vorgefertigten Kisten auswählen.

Fazit: Wer also saisonal kauft, bekommt nicht nur mehr Geschmack, mehr Vitamine und Nährstoffe, sondern schützt gleichzeitig auch das Klima und unterstützt die Bauern der Region. Denn gerade jetzt sollten Landwirte aus der Region unterstützt werden. Durch das Ausbleiben der Saisonarbeiter und der Verschärfung der Corona-Verordnung haben auch Landwirte finanzielle Einbußen. Außerdem bietet der Kauf von saisonalen und regionalen Produkten die Möglichkeit, die Vielfalt der heimischen Produkte wieder zu entdecken und neue Geschmäcker kennen zu lernen, außerdem sind saisonale Produkte oft günstiger.

Da nicht alle Obst- und Gemüse-Sorten in Deutschland heimisch sind und auch wachsen, ist es für diese Sorten unumgänglich importiert zu werden. Je näher das Land, desto besser für das Klima. Außerdem sollte man darauf achten, dass diese Produkte nicht täglich auf dem Teller landen.


Was hat gerade Saison?
Im Februar bekommt man frischen Grünkohl, Lauch und Rosenkohl sowie Feldsalat und Rucola. Folgende Produkte kommen als Lagerware in den Verkauf: Äpfel und Birnen, Chicorée, Chinakohl, Karotten, Kartoffel, Kürbis, Pastinake, Rettich, Rote Bete, Rotkohl, Schwarzwurzel, Sellerie, Spitzkohl, Steckrübe, Weißkohl und Zwiebel.


Tipp: Wer im Sommer frische saisonale Beeren und anderes Obst und Gemüse einfriert, hat im Winter vollen Geschmack und den vollen Vitamin- und Nährstoffgehalt.


Viele leckere Rezepte dazu findet ihr im Internet.
Viel Spaß beim Kochen :-)

Eure Maike ;-)

 

#DBW #DiabetesErnährung