Folgeerkrankungen vorbeugen

Ein gut eingestellter Diabetes hilft in der Regel, Folgeerkrankungen zu verhindern, bzw. hinauszuzögern. Eine passende Ernährung und Bewegung wird empfohlen.

Folgeerkrankungen in der Übersicht

Bildquelle: Deutsche Diabetesstiftung

Häufige Folgeerkrankungen

  • Arteriosklerose
    Eine Schädigung der Gefäße, die Grundlage für viele weitere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sein kann.
  • Fettstoffwechselstörungen
    Körpereigene Fettbestände werden durch Beeinträchtigung des Fettstoffwechsels verstärkt abgebaut und Triglyzeride neu gebildet. Dies kann zu einer Fettleber führen.
  • Periphere Polyneuropathie – Nervenerkrankung
    Hände und Füße kribbeln, starke Schmerzen an Beinen und Füßen, Missempfindung, Taubheitsgefühl. Das Absterben der Nervenzellen ist eine häufige Ursache für Fußamputationen.
  • Autonome Polyneuropathie
    Betrifft die vegetativen Nervenfasern. Diese steuern z. B. die Gefäßweite. Betrifft beispielsweise Funktionen des Herzens, der Blase und des Mastdarms. Ebenso die Sexualfunktion.
  • Augenschäden
    Zellvermehrung, die zur Wucherung des Gewebes führt oder Anschwellen der Netzhaut, Veränderung der kleinen Blutgefäße. Kann zur Erblindung führen.
  • Diabetisches Fußsyndrom
    Mangelndes oder starkes Schmerzempfinden, Erweiterung der Haut gefäße Therapien (Haut trocknet aus), Durchblutungsstörung. Auslöser sind meist schlecht heilende Wunden an Unterschenkel oder Fuß. Tägliche Fußinspektion ist sehr wichtig.
  • Nephropathie – fortschreitende Nierenerkrankung
    Die Nieren verlieren nach und nach ihre Funktion. Dies kann bis zum Nierenversagen mit Dialyse-Abhängigkeit führen. Das Risiko steigt mit Zunahme des Blutdrucks.
  • Mund- und Zahnfleischprobleme
    Durchblutungsstörung im Zahnfleisch kann zu Parodontitis führen. Nach Zahnbehandlungen können verstärkt Zahnfleischabszesse, Mundwinkel-
    rhagaden und Wundheilungsstörungen auftreten.