Erweiterte Vorstandssitzung am Freitagnachmittag
Das Wochenende begann mit einer erweiterten Vorstandssitzung und wurde durch den stellvertretenden geschäftsführenden Vorstand Eric Bayerschen geleitet.
Thema zunächst war die geplante Umstellung der Delegierten- zur Mitgliederversammlung. Dabei geht es dem Vorstand um eine stärkere Einbindung und Aktivierung aller Mitglieder in den Verein.
Im Rahmen der dafür notwendigen Satzungsänderung wurde zudem das Konzept der SHG-Paten vorgestellt, welches auch in der Satzung verankert werden soll.
Der dritte Punkt auf der Agenda war das Thema Fördermitgliedschaft. Der Vorstand hat in den letzten Monaten die Fördermitgliedschaft durch weitere Vorteile aufgewertet. Beispielsweise können alle Fördermitglieder ihr Logo zur Verfügung stellen. Dieses wird dann auf der Startseite der Homepage des DBW in einem Durchlauf-Banner dargestellt. Es verlinkt zudem auf die Homepage des Mitglieds. Auf der Homepage des DBW sind nicht nur alle Kontaktdaten des Fördermitglieds hinterlegt, sondern jedes Fördermitglied ist auch auf einer Karte dargestellt. Damit können Besucher der Webseite schnell sehen, welche Apotheke beispielsweise Fördermitglied ist. Der DBW bietet den Fördermitgliedern auch Veranstaltungen mit den Diabetes Guides und Sozialreferenten vor Ort an. Auf die Fördermitglieder wird auch auf social media, im Newsletter sowie in der Zeitschrift Diabetes Anker aufmerksam gemacht.
Die Möglichkeit, in der Sitzung selbst Themen anzusprechen und zu diskutieren wurde rege genutzt.
So wurde über weitere digitale Gruppen gesprochen, die natürlich auch offen für Menschen sind, welche nicht in Baden-Württemberg leben.
Außerdem wurde das Problem angesprochen, dass manche Gruppenleiter Schwierigkeiten haben, passende Räumlichkeiten zu finden.
Es ging um DMP-Schulungen, bei denen es Pflichtbestandteil ist, auch auf die Selbsthilfe hinzuweisen. In diesem Rahmen wies Helene Klein, Landesvorsitzende des DBW, darauf hin, dass gerade erst ein Brief an alle Hausärzte in Baden-Württemberg verschickt wurde, in dem den Praxen unter anderem angeboten wird, dass der DBW die Vorstellung der Selbsthilfe im Rahmen der DMP-Schulung übernehmen kann.
Ende des ersten Tages mit gemeinsamen Abendessen
Beim gemeinsamen Abendessen wurde an verschiedenen Tischen manches Gesprochene nochmals reflektiert. Aber auch Wiedersehensfreude und der Austausch kamen nicht zu kurz. Die meisten Teilnehmer nutzten danach noch den Bar-Bereich, um sich weiter zu unterhalten.
Gruppenleiterseminar am Samstagmorgen
Die Vorsitzende Helene Klein begrüßte alle 28 Teilnehmer am Samstagmorgen und nutzte die erste Stunde für den Austausch mit den Gruppenleitern.
Sie wies auf die unterschiedlichen Informationsangebote des DBW hin. Der Newsletter werde sehr gut angenommen und verzeichne eine ständige wachsende Anzahl an Abonnenten. Das Layout wurde aufgefrischt, und es werden insbesondere Termine und Neuigkeiten dargestellt.
Ähnlich ist das Informationsangebot auf social media. Neben Facebook wird nun auch ein Instagram-Profil gepflegt. Mit der externen Hilfe von Lars Kroll, Inhaber von SO.real, sollen die Inhalte und ihre Darstellung optimiert werden. Er gab via Videobotschaft einen Vorgeschmack auf das künftige Design und wies auf ein geplantes Schulungsangebot für alle Gruppenleiter hin, damit diese sich aktiv mit einbringen können.
Abschließend berichtete Helene Klein noch über die geplanten WDT-Aktivitäten an sechs verschiedenen Standorten. Sie warb auch bei diesem Punkt um Unterstützung durch die Gruppenleiter, da Vorstand und Geschäftsstelle nur begrenzte Kapazitäten haben.
ADHS und Diabetes im Erwachsenenalter
Dr. Arne Schäfer, Diplom-Psychologe in der Klinik Bad Mergentheim, referierte zum Thema ADHS in Verbindung mit Diabetes. Der Anteil an Erwachsenen mit ADHS sei bei Menschen mit Diabetes doppelt so hoch wie bei solchen ohne Diabetes. Er stellte die Unterschiede bezüglich der Symptome dar, sprach über Therapiebarrieren und gab Hinweise zur Behandlung.
Zahlreiche Fragen zeigten das große Interesse an dem Thema. Der Referent nahm diese gerne auf und ging gezielt wie ausführlich auf die angesprochenen Themen ein.
So kam heraus, dass Menschen mit Diabetes und ADHS sich besonders schwertun, an etwas anderes zu denken als an ihre Blutzuckerwerte. Die heutige Technik mit Sensoren und Apps auf dem Smartphone führe dann oft dazu, ständig die Werte zu beobachten und korrigierend einzugreifen, anstatt nur gelegentlich zu prüfen und nur gegebenenfalls einzugreifen.
Das Thema "Essstörungen" ist insbesondere bei Menschen mit Diabetes und ADHS eine mögliche Therapiebarriere bzw. besondere Schwierigkeit.
Großer Applaus belohnte Dr. Arne Schäfer für seine interessanten Ausführungen, Antworten und Hinweise.
Dank an die Geschäftsstelle für ihr Engagement
Nach dem Vortrag bedankten sich die beiden stellvertretenden geschäftsführenden Vorstände Eric Bayerschen und Marc-Otto Peters ganz herzlich bei der gesamten Geschäftsstelle, da diese den Ehrenamtlichen eine Vielzahl an operativen Aufgaben abnehme und dadurch ganz wesentlich dazu beitrage, das Leben des Verbands aufrecht zu erhalten.
Gruppenfoto vor der Mittagspause
Zum Gruppenfoto trafen sich die Teilnehmer auf der Treppe vor dem Hotel. Geduldig warteten Sie, bis jeder seinen Platz hatte, die Kamera eingestellt war und die Fotos „im Kasten“ waren.
Beim Mittagessen nutzen die Teilnehmer wieder die Gelegenheit zur Reflexion und zum Austausch.
Nahrungsergänzungsmittel – notwendig oder nicht?
Diätassistentin Gisela Hogenaar-Klumpp referierte nach der Mittagspause zum Thema Nahrungsergänzungsmittel. Sie beantwortete die Fragen, was ist Superfood, was sind Nahrungsergänzungsmittel, brauchen wir so etwas heutzutage?
Dazu ging sie auf verschiedene Stoffe und Vitamine ein, die heute in Supermärkten, Drogerien oder Apotheken angeboten werden, zum Beispiel: Calcium, Magnesium, Zink, Vitamin D, und einige mehr.
Sie erläuterte die Notwendigkeiten für Nahrungsergänzungsmittel, das natürliche Vorkommen dieser Stoffe, die Formen der zusätzlichen Einnahme und die Abhängigkeiten bzw. Wechselwirkungen untereinander. Dabei wurde klar: Ganz so einfach ist das alles nicht!
Erfreut griff sie daher auch die vielen Nachfragen auf und konnte von umfangreichen Erfahrungen berichten.
Augenzwinkernd schloss sie ihren Vortrag mit dem Spruch: „Friss die Hälfte, sauf die Hälfte, dann bist Du ein ganzer Mensch.“
Sie bot den Gruppenleitern an, gerne auch mal zu einzelnen Gruppen zu kommen, um darüber oder über verwandte Themen zu sprechen.
Mit großem Applaus bedankten sich die Teilnehmer für den kurzweiligen, informativen Vortrag.
Vorstandssitzung
Alle Gruppenleiter konnten vor dem Abendessen noch ausruhen oder sich die Beine vertreten, während der Vorstand nochmals zu einer Sitzung zusammenkam.
Wieder rundete das gewohnt gute Abendessen einen gelungenen Tag ab.
Aus dem Landes- und Bundesverband
Am Sonntag ging es dann zunächst darum, allen Teilnehmern zu zeigen, was sich seit dem letzten Treffen alles im Landesverband getan hat, an welchen Projekten gearbeitet wurde und welche Ideen und Projekte anstehen.
Dabei ging es auch um die Aktivitäten des Bundesverbands, der DDF, denn die Vertretung der Interessen auf Bundesebene ist für Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen ebenfalls sehr wichtig. Als stellvertretende Vorsitzende konnte Helene Klein einen Einblick in die aktuelle Arbeit der DDF geben.
Delegiertenversammlung mit Vorstandswahlen
Nahtlos ging es in die Delegiertenversammlung über. Der aktuelle Vorstand wurde entlastet, die Wirtschaftspläne genehmigt und eine neue Satzung verabschiedet: künftig wird es mindestens alle zwei Jahre eine Mitgliederversammlung geben. Damit werden die Mitglieder stärker eingebunden und können unter anderem direkt den Vorstand wählen.
Da die Vorstände Bettina Butzke, Fatma Öztürk und Wolfgang Appel zurückgetreten sind bzw. nicht mehr für weitere Jahre als Vorstand zur Verfügung stehen und die Amtszeit von Anica Towae zu Ende war, standen Vorstandswahlen auf der Agenda.
Erwartungsgemäß wurde Anica Towae wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Carsten Schlüter.
Am Ende von Gruppenleiterseminar und Delegiertenversammlung lobten die Teilnehmer durchweg und ausdrücklich das diesjährige Treffen als sehr informativ, bestens organisiert – eine rundum sehr gelungene Veranstaltung.
Andreas Kneiphoff, Marketing/ÖA