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Pro und Contra der Videosprechstunde

Die Videosprechstunde in Zeiten sozialer Distanz ist ein hilfreiche Ergänzung des Angebotes der diabetologischen Schwerpunktpraxen, da viele Patienten doch nachvollziehbare Angst beziehungsweise Respekt vor der durch das neuartige Coronavirus SarsCov2 verursachten Erkrankung (COVID-19) haben.

Folgende Vorteile sprechen für eine Videosprechstunde: 

  1. Die Videosprechstunde kann auch abends durchgeführt werden. Gerade Berufstätige schätzen das sehr
  2. Termine können flexibel angeboten werden
  3. Der Patient kann die Sprechstunde auch von Zuhause aus wahrnehmen und spart somit Fahr- und ggf. Stauzeit
  4. Keine Wartezeit im Wartezimmer
  5. Keine zusätzliche Ansteckungsgefahr
  6. Die Patienten beschäftigen sich mit Ihren Daten (Auslesen von Blutzuckermessgerät/Pumpe oder Sensor) intensiver durch das Hochladen oder Dokumentieren.
  7. Die Videosprechstunde kann seitens der Praxen auch aus dem Homeoffice angeboten werden

Demgegenüber ergeben sich folgende Notwendigkeiten:

  1. Man braucht eine gut funktionierende Internetverbindung
  2. Erstschulungen oder Neumanifestationseinstellung  sind in der Videosprechstunde eher schwierig zu meistern
  3. Für die Videosprechstunde müssen sich die Praxen besser vorbereiten und es ist aufwendiger in der Durchführung
  4. Nicht jeder Patient ist technikaffin
  5. Patientenschulungen sind nach wie vor von Seiten der Krankenversicherungen nicht abrechenbar
  6. Soziale Kontakte fehlen 

Zurzeit gibt es auf Seiten der diabetologischen Praxen geteilte Meinungen über die Videosprechstunde, weil damit tatsächlich ein organisatorischer Mehraufwand verbunden ist. Allerdings bietet es für beide Parteien eine gute Alternative und Flexibilität in dieser schwierigen Zeit der Corona Pandemie.

Wir als DBW e. V. empfehlen unseren Mitgliedern, die Videosprechstunde in Anspruch zu nehmen und sich ein persönliches Urteil zu bilden.

Sicherlich  werden in der nahen Zukunft auch weiterhin Videosprechstunden angeboten werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Form der Durchführung für viele Patienten eine echte Erleichterung und auch eine sehr gute Alternative zum Besuch vor Ort sein wird.

- Helene Klein / 1.Vorstand DBW e. V. -